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Das Wittenberger Kultur-und Tagungszentrum (KTC) ist bedroht!


Kreiskulturhaus "Maxin Gorki"

KTC Nordseite

KTC Südseite

(  Link zum KTC auf der Internetseite der Lutherstadt Wittenberg )
Lesen Sie weiter unten in der Wittenberger Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung:
" .........Vor diesem Hintergrund bringt Schäfer einer der jetzt kursierenden Vorschläge besonders auf die Palme. „Abreißen und neu bauen!", hatte kürzlich Stadtrat Richard Thomas (Freie Wähler) bei einem Ortstermin des Bauausschusses am Grab von Rudolf II. vorgeschlagen. Er meinte das KTC. ........"

 
Das sollte der Ersatz für das KTC sein, doch es kam anders, im letzten Moment !

Arsenalplatz 2007

Das Modell des "Stadthauses" , 9.9.2007
Der Saal sollte oben auf die Ruine des Stadt- hauses plaziert werden. Der hier sichtbare Baukörper enthielte dann nur Treppen und technische Funktionen.
 

Im Erdgeschoss wurde bei den obligatorischen Grabungen das vermutliche Grab des askanischen Kurfürsten Rudolf II. gefunden. 

Jetzt wird es wohl ein Museum werden, für die Touristen.

Das sollte einmal der Saal im Dachgeschoss werden, der einzige Nutzraum, kläglich.
Der absurde Traum vom "Stadthaus auf der Ruine" ist wohl ausgeträumt.
So war das Stadthaus gedacht.

Dieses Bild ist zwar jetzt überholt, Sie können es aber dennoch als PDF-Datei herunterladen  Stadthaus Wittenberg


Das sind die für Wittenberg positiven Folgen des Gräberfundes, aber der Krieg einiger Mandatsträger gegen das KTC geht weiter, denn ein gut funktionierendes Haus mit DDR-Funktionsanbau kann eben nicht sein. Und am sogenannten "Catering" lässt sich im KTC nichts verdienen, denn das KTC hat eine Küche. Für Freunde und potentielle Lieferanten des Catering (-Mahlzeiten und Getränke würden dann fertig angeliefert.-) darf ein neues Stadthaus also weder Küche noch Gastronomie haben. CUI BONO ?
Den Mandatsträgern der Stadt wird von interessierter Seite eingehämmert, daß das KTC nur ein maroder unbrauchbarer Rest, bzw. eine Bausünde, der DDR ist. Weg damit! -Wir brauchen nur eine Aula für den "Campus Wittenberg"-. Schließlich wurden für diese "Aula" unter dem irreführenden Namen "Stadthaus" schon 1,4 Millionen verbraucht.

Das KTC floriert trotzdem und begrüßte im Jahr 2008 etwa 33 000 Gäste, die sich dort wohlfühlten. Schützenswert ist es auch.
Denkt mal darüber nach!
               Der Palast der Republik lässt grüßen, wie unten zu lesen ist.

Mitteldeutsche Zeitung Wittenberg,  7. März 2009
Museumsinsel und Palast der Republik
Gräber-Fund in Wittenberg bringt allerlei andere Bauvorhaben durcheinander. Es ist die hohe Zeit der Ideen.
WITTENBERG/MZ/IRS - Der Fund des Kurfürstengrabes auf dem Witten- berger Arsenalpiatz zieht Kreise und tangiert dabei eine Reihe weiterer Gebäude respektive Bauvorhaben in der Lutherstadt. Gleichzeitig ist mit dem grund-sätzlichen Einvernehmen von Stadt und Land über eine Nutzungsänderung des früheren Franziskanerklosters am vergan- genen Mittwoch (die MZ berichtete) nun endgültig die Arena eröffnet für einen vor-läufigen, inoffiziellen Ideenwet- bewerb. Den Anfang hatte Wittenbergs Oberbürger- meister Eckhard Naumann (SPD) gleich bei der Medien-präsen tation der kurfürstlichen Gebeine am vorvergangenen Donnerstag gemacht. Sein „Szenario" (wie auch das von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister) sieht eine Art Rudolf-II.-Museum - ein Informa- tionszentrum von landesweiter Bedeutung - im Kloster und einen Umzug des dort ursprünglich geplanten Stadthauses in die Reit- halle neben dem Neuen Rathaus vor. Großer Vorteil: viele Park-plätze. Kleiner Nachteil: Mit der seit langem leer stehenden eingeschossigen Halle war eigentlich etwas anderes vorgesehen. Albrecht Steinwachs, Superinten dent a. D. ,  hatte sich  erfolgreich dafür stark gemacht, dort eine Galerie für Lucas Cranach den Jüngeren (und weitere Ausstellungen) einzurichten mit Blick auf dessen Jubiläums-jahr 2015. Ein Vorhaben, das es immerhin schon zu IBA-Reife gebracht hat, also Teil der Internationalen Bauausstellung werden könnte.
Wiewohl er Zweifel äußert, dass die schmale, lang gestreckte Reithalle ein gutes Stadthaus abgeben würde, zeigt sich Steinwachs im MZ-Gespräch angesichts der neuen Entwicklung recht gelassen.Er könne sich sehr gut vorstellen, dass die Cranach-Galerie im Ober geschoss des Klosters Platz findet. „Das wäre vielleicht sogar die bessere Lösung - unten Historie, oben lebendige "Ausstellungen.". Und zusammen mit dem benachbarten Zeughaus als Präsentationsort für die Stadtgeschichte im allgemeinen würde in Wittenberg „eine Art Museums- insel" entstehen, eine kleine Schwester des berühmten Berliner Vorbildes.

Morgenluft wittern unterdessen auch grundsätzliche Stadthaus- Kritiker und KTC-Freunde wie Dieter Schäfer, der  Vorsitzende des Wittenberger Kulturbundes.


Ein Stadthaus? Manch einer hängt am alten "Gorki". Heute KTC     Foto: A. Kuhn
 
Tagelang hing zu Jahresbeginn ein Plakat an der Tür des Kulturbund- Domizils im KTC. Es zeigte ein Bild des geplanten neuen Stadthauses am Arsenalplatz und, trug die sinngemäße Unterschrift: „Soll das unser Stadthaus werden?" Jetzt ist „das" so gut wie tot und Schäfer verhehlt nicht, dass er sich darüber freut. Sein Vorschlag: „Steckt 'ne Million (oder zwei) ins KTC. 
Das Haus brummt und genügt allen Ansprüchen", findet er nach wie vor und wirft den Verantwortlichen bei der Stadt erneut vor, sie hätten das Objekt 
mit seinem „schützenswerten" DDR-Anbau aus ideologischen 
Gründen - sein Stichwort: „Palast der Republik" - über zwei Jahrzehnte „bewusst vernachlässigt". Vor diesem Hintergrund bringt Schäfer einer der jetzt kursierenden Vorschläge besonders auf die Palme. 
„Abreißen und neu bauen!", 
hatte kürzlich Stadtrat Richard Thomas (Freie Wähler) bei einem Ortstermin 
des Bauausschusses am Grab von Rudolf II. vorgeschlagen. Er meinte das KTC.
 Schlechte Nachricht für Thomas wie Schäfer: Weder für Sanierung noch für Abriss/Neu- bau des KTC gäbe es Geld, erklärte der Oberbürgermeister
Sie können die Seite als PDF herunterladen, indem Sie hier klicken: MZ  Museumsinsel undPalast der Republik

Rückblick

Mitteldeutsche Zeitung                         Leserbriefe                WBG  Donnerstag, 21.Dezember 2006     - 13 
                      Altstadtsanierung                   Vor 2 Jahren stand dieser Leserbrief in der Mitteldeutschen Zeitung

KTC besser und billiger als ein neues Stadthaus

ZU: "Altstadt zur Hälfte fertig", MZ vom 14. Dezember, Seite 9:

Im o.g. Artikel über das Bürgerforum   zur   Sanierung  der Altstadt wird  auf meinen Diskussionsbeitrag in einer Weise eingegangen, die den Sinn entstellt. Es wird mir, wenn auch in ironischer Form, unterstellt, daß mir die Stadtent wicklung "schnurz" sei. Das ist beleidigend  für  mich, der  ich seit 28 Jahren ehrenamtlich in meiner Stadt tätig bin. So habe ich z.B. das Projekt " Kartierung schützenswerter Tore und Türen der Stadt" organisiert und das Ergebnis der Stadtverwaltung übergeben. 
Mein Beitrag zum Bürgerforum war ein anderer, als in der Zeitung vorgestellt. Da ich aus der augenblicklichen Situation heraus frei gesprochen habe, kann ich nur versuchen, den Inhalt zu reproduzie ren:
" Ich bin betroffen, ich bin tief betroffen, und ich bin auch direkt betroffen. Nach Eröffnung des  Stadthauses mit 600 Plätzen soll das "Gorki", Verzeihung!, das "KTC", geschlossen werden. Damit wird ein Haus stillgelegt, das den Bürgern fehlen wird. Das Haus hat zwei Säle, die auf 6 Monate im Voraus belegt sind. 
Es gibt eine moderne Küche, im Keller eine neue Heizungsanlage. das Dach ist dicht. Es gibt ausreichend  Nebengelaß  für einen optimalen Betrieb. 
Im Haus haben 6 Vereine Platz, die mit Unterstützung der Stadt dort erfolgreich tätig sind. 

Der Kulturbund, für den ich stehe, konnte vor einem  Jahr einziehen, wobei uns die Stadtverwaltung sehr geholfen hat. Diese Vereine stehen dann draußen. Das KTC ist bezahltes Eigentum der Stadt. Die vom Haushalt der Stadt zu tragenden Lasten für dieses Haus belaufen sich jährlich auf c 275 000 Euro. (Korr.:Es sind 200 000 Euro) 
Die Kosten für das neue Stadthaus schätze ich auf ca. 7 Millionen Euro. Nach meiner Kenntnis gibt es nur einen Saal, keine Küche, keine Bühne und kein ausreichendes Nebengelaß. Von "Catering" für die Gastronomische Versorgung ist die Rede. Die vom Haushalt der Stadt zu tragenden Lasten für dieses Haus würden sich durch Zinsdienst, Rückzahlung und Amortisation nach meiner Schätzung auf ca. 1 Million Euro belaufen. Dazu kommt dann ein Betreiberdefizit in ähnlicher Höhe wie bisher. Die angedachte Finanzierung durch die SALEG mit anschlie ßendem Leasing wird die Kosten wohl auch nicht senken. Das wollen Sie unseren Bürgern zumuten !
Ich habe gesprochen und mein Gewissen beruhigt.  Danke! "

In meinem Beitrag ging es darum, zu verhindern, daß ein funktionierendes und finanzierbares Kultur- und Tagungs- zentrum in der Nähe der Leucorea, der Kulturstätten und der Hotels weggeworfen wird und durch ein Prestigeobjekt ersetzt wird, 

das den Bürgern wenig nützt, aber Ihnen den Marktplatz nimmt. Nicht umsonst hieß der Arsenalplatz eine Zeit lang "Neumarkt".
Diese meine Absicht wurde in dem Zeitungsartikel grob verkannt. Mir persönlich wurde unterstellt, als "Vereinsfunktionär" nur meinen Verein retten zu wollen. Das ist beleidigend.
Nochmals zu dem Wort "schnurz": Schnurz ist die Stadtentwicklung eher denen, die nicht zur Diskussion gesprochen haben.

Dr. Dieter Schäfer, Wittenberg



Die veröffentlichten Lesermeinungen müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
Die Redaktion behält sich das
Kürzen von Leserbriefen vor.
 
Hier sind wir:
MZ Lokalredaktion
Markt 20
o6886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: 03491/458810

 
 
 

 

Dieser Leserbrief ist heute so aktuell wie 2006. Sie können die Seite als PDF herunterladen, indem Sie hier klicken: MZ-Leserbrief 2006

Wahrscheinlich gilt für einige Mandatsträger wie in vergangener Zeit wieder: "IDEOLOGIE vor ÖKONOMIE".



Das Spiel geht weiter ....
Mitteldeutsche Zeitung Wittenberg vom 4. April 2009
 
 
STADTHAUS

Suche nach 
dem Standort

WITTENBERG/MZ/MAC - Drei Varian- ten werden nach Auskunft des Oberbürgermeisters gegenwärtig untersucht, um Wittenberg ein Stadthaus zu ermöglichen. Das sollte ursprünglich auf den Mauern des Franziskanerklosters gebaut werden, die bedeutenden archäologischen Funde haben dem, kurz vor Beginn der Ausschreibungen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

 

Das KTC könnte ertüchtigt, die „Reithalle“ nahe dem Neuen Rathaus umgebaut werden. Auch ein Platz im Umfeld des Klosters auf dem Arsenalplatz ist im Gespräch. Eckhard Naumann (SPD) hofft, dass im Mai eine Grundsatzentscheidung gefällt werden kann, rechnet aber eher damit, dass dies nicht zu schaffen sein wird. In jedem Falle dränge die Zeit. Der Oberbürgermeister macht zudem darauf aufmerksam, dass von den ursprünglich viereinhalb Millionen Euro die bisherigen Kosten abgezogen werden müssen. Übrig seien noch knapp drei Millionen Euro.

 

Die alte Reithalle der Kavalierkaserne, 
jetzt zwischen Polizei und Neuem Rathaus

Wird die Ruine der Reithalle das neue Stadthaus ? 
Für das Cateringgeschäft sicher ein lohnendes Objekt.

 


 


siehe auch: ktc   , Kulturbund Sachsen/Anhalt   ,  hydrolab    ,  igelratgeber   ,  chemikalien-service    ,  Eilenstedt am Huy      ,  meidet Hochvolthalogenlampen!
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