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Jetzt gibt es ein neues Konzept.

Das Wittenberger Kultur-und Tagungszentrum (KTC) ist weiter bedroht!


Kreiskulturhaus "Maxin Gorki"

KTC Nordseite

KTC Südseite

(  Link zum KTC auf der Internetseite der Lutherstadt Wittenberg )


Das sollte der Ersatz für das KTC sein, doch es kam anders, im letzten Moment


Arsenalplatz 2007

Das Modell des "Stadthauses" , 9.9.2007
Der Saal sollte oben auf die Ruine des Stadt- hauses plaziert werden. Der hier sichtbare Baukörper enthielte dann nur Treppen und technische Funktionen.
 

Das sollte einmal der Saal im Dachgeschoss werden, der einzige Nutzraum, kläglich.
Im Erdgeschoss wurde bei den obligatorischen Grabungen das vermutliche Grab des askanischen Kurfürsten Rudolf II. gefunden. Jetzt wird es wohl ein Museum werden, für die Touristen. Der absurde Traum vom "Stadthaus auf der Ruine" ist wohl ausgeträumt.

So war das Stadthaus gedacht.


herunterladen   Stadthaus Wittenberg
Neues Einkaufszentrum und Besucherempfang entstehen auf dem Arsenalplatz:
Der Baustart soll im Juni sein
Bauanträge und Gestaltungs-
varianten sind in der Feinab-
stimmung.

Wittenberg (wg). Bauruinen und grabende Archäologen prägen derzeit das Bild auf dem Arsenalplatz, hinter den Kulissen wird auf Ebene der Verwaltung und Investoren emsig gearbeitet: „Für das Einkaufszentrum starten im Juni die Baumaßnahmen, die Eröffnung wird im vierten Quartal 2012 erfolgen", erklärt Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD).
In Vorbereitung ist das Entwid-mungsverfahren von Straßenabschnitten im Bereich des Arsenalplatzes, die in das Eigentum des Investors übergehen. Die heruntergekommenen Objekte in der Jüdenstraße l und 2 sowie Markt 16 werden ab April abgerissen, einzige Auflage des Denkmalschutzes: Die wertvollen Sandsteinportale müssen erhalten

bleiben. Bis Ende Mai beenden
die Archäologen die Sicherungs
grabungen auf dem Arsenalplatz.
Es erfolgt eine umfangreiche
Dokumentation der Befunde, was für die Nachwelt erhalten bleiben soll, ist derzeit in der Diskussion, wie zum Beispiel der Gewölbekeller des Wittenberger Buchdruckers Hans Lufft. Die Bauanträge für das EKZ sind in Arbeit und werden zeitnah gestellt. Ebenfalls laufen die Feinabstimmungen für die Außengestaltung des EKZ sowie für die Neugestaltung des befestigten Teils des Arsenalplatzes, auf dem der Wochenmarkt stattfindet. Anfang des zweiten Quartals 2011 wird der Bauantrag für den touristischen Besucherempfang auf der Nord-
seite des Arsenalplatzes gestellt. Als erstes wird das als Stadt-
haus bezeichnete Veranstaltungs- zentrum entlang der Freifläche an der Mauerstraße gebaut. 
Weiter auf Seite 3.

 Der linke Baukomplex im Bereich Juristenstraße und Mauerstraße 
wird die  Stadtinformation und das Ratsarchiv beherbergen, die 
Klosterkirche rechts  wird Standort der historischen Stadtinformation. 
Auf der Freifläche in der Mitte  entlang der Mauerstraße entsteht das 
neue Stadthaus. 
                                                                           Foto: Wolfgang Gorsboth
Neuer Arsenalplatz: OB Eckhard Naumann ist optimistisch.Da geht nichts mehr schief
Fortsetzung von Seite l
Im Gegensatz zu früheren Plan-
ungen befindet sich der große Saal im Erdgeschoss. Dann folgen die Module Stadtinformation und Ratsarchiv im Bereich Jü-denstraße/Mauerstraße. Stadthaus, Stadtinformation und Ratsarchiv werden durch einen verglasten Kreuzgang miteinander verbunden - als Erinnerung an das ehemalige Kloster. Als viertes Modul wird die historische Stadtinformation, die sich in der ehemaligen Klosterkirche der Franziskaner befindet, realisiert.
Geplant ist kein herkömmliches Museum, sondern ein Haus, das über die Geschichte Wittenbergs als kurfürstliche Stadt informiert. Im Herbst 2012 soll die neue Ausstellung der Städtischen
Sammlungen im gegenüberlie- 

So könnte der zentrale Besucherempfang auf der Nordseite 
des Arsenalplatzes aussehen: Rechts die historische Stadtin- 
formation (Klosterkirche), in der Mitte das neue Stadthaus 
und links die Stadtinformation mit dem Ratsarchiv. 
Der Entwurf stammt von Ralf Niebergall, Präsident der Architektenkammer  Sachsen-Anhalt.
                                                                    Foto: Stadtverwaltung.



genden Zeughaus eröffnet werden. Zwar ist das Geld für den zentralen Besucher emp  fang noch nicht auf dem städtischen Konto,  aber die Fördermittelbescheide 
 befinden sich in der baufachlichen Prüfung und die Eigenanteile der Stadt sind bereits bestätigt. „Da kann nichts mehr schiefgehen, selbst wenn nach der Landtagswahl die Regierung komplett wechseln sollte", versichert Naumann.
Wochenmarkt
„Wir prüfen derzeit, ob es im Zuge der umfangreichen Baumaßnahmen zu Einschränkungen für den Wochenmarkt kommt", berichtet OB Naumann. Ein Ausweich- standort werde rechtzeitig bekannt gegeben. Viele Besucher des Wochenmarktes hätten in einer Umfrage das Gelände im Bereich der Polizeiturnhalle favorisiert, dort würde demnächst aber ebenfalls gebaut. Deshalb bevorzuge die Stadt das Areal in der Wallstraße gegenüber dem ehemaligen Gesundheitsamt.


Das sind die für Wittenberg positiven Folgen des Gräberfundes, aber der Krieg einiger Mandatsträger gegen das KTC geht weiter, denn ein gut funktionierendes Haus mit DDR-Funktionsanbau kann eben nicht sein. 
Den Mandatsträgern der Stadt wird von interessierter Seite eingehämmert, daß das KTC nur ein maroder unbrauchbarer Rest, bzw. eine Bausünde, der DDR ist. Weg damit! -Wir brauchen nur eine Aula für den "Campus Wittenberg"-. Schließlich wurden für diese "Aula" unter dem irreführenden Namen "Stadthaus" schon 1,4 Millionen verbraucht.

Das KTC floriert trotzdem und begrüßte im Jahr 2010 etwa 33 000 Gäste, die sich dort wohlfühlten. Schützenswert ist es auch.
Denkt mal darüber nach!
         Der Palast der Republik lässt grüßen, wie unten zu lesen ist.


 
Mitteldeutsche Zeitung Wittenberg,  7. März 2009
Museumsinsel und Palast der Republik
Gräber-Fund in Wittenberg bringt allerlei andere Bauvorhaben durcheinander. Es ist die hohe Zeit der Ideen.
WITTENBERG/MZ/IRS - Der Fund des Kurfürstengrabes auf dem Witten- berger Arsenalpiatz zieht Kreise und tangiert dabei eine Reihe weiterer Gebäude respektive Bauvorhaben in der Lutherstadt. Gleichzeitig ist mit dem grund-sätzlichen Einvernehmen von Stadt und Land über eine Nutzungsänderung des früheren Franziskanerklosters am vergan- genen Mittwoch (die MZ berichtete) nun endgültig die Arena eröffnet für einen vor-läufigen, inoffiziellen Ideenwet- bewerb. Den Anfang hatte Wittenbergs Oberbürger- meister Eckhard Naumann (SPD) gleich bei der Medien-präsen tation der kurfürstlichen Gebeine am vorvergangenen Donnerstag gemacht. Sein „Szenario" (wie auch das von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister) sieht eine Art Rudolf-II.-Museum - 
ein Informa- tionszentrum von landesweiter Bedeutung - im Kloster 
und einen Umzug des dort ursprüng-
lich geplanten Stadthauses in die 
Reit halle neben dem Neuen Rathaus vor. Großer Vorteil: viele Parkplätze. 
Kleiner Nachteil: Mit der seit 
langem leer stehenden eingeschossigen Halle war eigentlich etwas anderes vorgesehen. Albrecht Steinwachs, Superinten dent a. D. ,  hatte sich 
erfolgreich dafür stark gemacht, dort eine Galerie für Lucas Cranach den Jüngeren (und weitere Ausstellungen) einzurichten mit Blick auf dessen Jubiläums-jahr 2015. Ein Vorhaben, das es immerhin schon zu IBA-Reife gebracht hat, also Teil der Internationalen Bauausstellung werden könnte.
Wiewohl er Zweifel äußert, dass die schmale, lang gestreckte Reithalle ein gutes Stadthaus abgeben würde, zeigt sich Steinwachs im MZ-Gespräch angesichts der neuen Entwicklung recht gelassen.Er könne sich sehr gut vorstellen, dass die Cranach-Galerie im Ober geschoss des Klosters Platz findet. „Das wäre vielleicht sogar die bessere Lösung - unten Historie, oben lebendige "Ausstellungen.". Und zusammen mit dem benachbarten Zeughaus als Präsentationsort für die Stadtgeschichte im allgemeinen würde in Wittenberg „eine Art Museums- insel" entstehen, eine kleine Schwester des berühmten Berliner Vorbildes.

Morgenluft wittern unterdessen auch grundsätzliche Stadthaus- Kritiker und KTC-Freunde wie Dieter Schäfer, der  Vorsitzende des Wittenberger Kulturbundes.


Ein Stadthaus? Manch einer hängt am alten "Gorki". Heute KTC 
Foto: A. Kuhn
 
Tagelang hing zu Jahresbeginn ein Plakat an der Tür des Kulturbund- Domizils im KTC. Es zeigte ein Bild des geplanten neuen Stadthauses am Arsenalplatz und, trug die sinngemäße Unterschrift: „Soll das unser Stadthaus werden?" Jetzt ist „das" so gut wie tot und Schäfer verhehlt nicht, dass er sich darüber freut. Sein Vorschlag: „Steckt 'ne Million (oder zwei) ins KTC. 
Das Haus brummt und genügt allen Ansprüchen", findet er nach wie vor und wirft den Verantwortlichen bei der Stadt erneut vor, sie hätten das Objekt 
mit seinem „schützenswerten" DDR-Anbau aus ideologischen 
Gründen - sein Stichwort: „Palast der Republik" - über zwei Jahrzehnte „bewusst vernachlässigt". Vor diesem Hintergrund bringt Schäfer einer der jetzt kursierenden Vorschläge besonders auf die Palme. 
Abreißen und neu bauen!", 
hatte kürzlich Stadtrat Richard Thomas (Freie Wähler) bei einem Ortstermin des Bauausschusses am Grab von Rudolf II. vorgeschlagen. 
Er meinte das KTC.
 Schlechte Nachricht für Thomas wie Schäfer: Weder für Sanierung noch für Abriss/Neu- bau des KTC gäbe es Geld, erklärte der Oberbürgermeister
Sie können die Seite als PDF herunterladen, indem Sie hier klicken: MZ  Museumsinsel und Palast der Republik

Rückblick

Mitteldeutsche Zeitung                         Leserbriefe                WBG  Donnerstag, 21.Dezember 2006     - 13
               Altstadtsanierung         2006 stand dieser Leserbrief in der Mitteldeutschen Zeitung

KTC besser und billiger als ein neues Stadthaus

ZU: "Altstadt zur Hälfte ertig", MZ 
vom 14. Dezember, Seite 9:

Im o.g. Artikel über das Bürgerforum   zur   Sanierung  der Altstadt wird  auf meinen Diskussionsbeitrag in einer Weise eingegangen, die den Sinn entstellt. Es wird mir, wenn auch in ironischer Form, unterstellt, daß mir die Stadtent wicklung "schnurz" sei. Das ist beleidigend  für  mich, der  ich seit 28 Jahren ehrenamtlich in meiner Stadt tätig bin. So habe ich z.B. das Projekt " Kartierung schützenswerter Tore und Türen der Stadt" organisiert und das Ergebnis der Stadtverwaltung übergeben. 
Mein Beitrag zum Bürgerforum war ein anderer, als in der Zeitung vorgestellt. Da ich aus der augenblicklichen Situation heraus frei gesprochen habe, kann ich nur versuchen, den Inhalt zu reproduzieren:
" Ich bin betroffen, ich bin tief betroffen, und ich bin auch direkt betroffen. Nach Eröffnung des  Stadthauses mit 600 Plätzen soll das "Gorki", Verzeihung!, das "KTC", geschlossen werden. Damit wird ein Haus stillgelegt, das den Bürgern fehlen wird. Das Haus hat zwei Säle, die auf 6 Monate im Voraus belegt sind. 
Es gibt eine moderne Küche, im Keller eine neue Heizungsanlage. das Dach ist dicht. Es gibt ausreichend  Nebengelaß  für einen optimalen Betrieb. 
Im Haus haben 6 Vereine Platz, die mit Unterstützung der Stadt dort erfolgreich 
tätig sind. 

Der Kulturbund, für den ich stehe, konnte 
vor einem  Jahr einziehen, wobei uns die Stadtverwaltung sehr geholfen hat. Diese Vereine stehen dann draußen. Das KTC ist bezahltes Eigentum der Stadt. Die vom Haushalt der Stadt zu tragenden Lasten für dieses Haus belaufen sich jährlich auf ca. 275 000 Euro. (Korr.:Es sind 200 000 Euro) Die Kosten für das neue Stadthaus schätze 
ich auf ca. 7 Millionen Euro. Nach meiner Kenntnis gibt es nur einen Saal, keine 
Küche, keine Bühne und kein ausreichen-
des Nebengelaß. Von "Catering" für die Gastronomische Versorgung ist die Rede. 
Die vom Haushalt der Stadt zu tragenden Lasten für dieses Haus würden sich durch Zinsdienst, Rückzahlung und Amortisation nach meiner Schätzung auf ca. 1 Million Euro belaufen. Dazu kommt dann ein Betreiberdefizit in ähnlicher Höhe wie bisher. Die angedachte Finanzierung durch die SALEG mit anschließendem Leasing wird die 
Kosten wohl auch nicht senken. 
Das wollen Sie unseren Bürgern 
zumuten !?
Ich habe gesprochen und mein Gewissen beruhigt.  Danke! "

In meinem Beitrag ging es darum, zu verhindern, daß ein funktionierendes und finanzierbares Kultur- und Tagungs-
zentrum in der Nähe der Leucorea, der Kulturstätten und der Hotels weggeworfen wird und durch ein Prestigeobjekt ersetzt wird, 

das den Bürgern wenig nützt, aber 
Ihnen den Marktplatz nimmt. Nicht 
umsonst hieß der Arsenalplatz eine 
Zeit lang "Neumarkt".
Diese meine Absicht wurde in dem Zeitungsartikel grob verkannt. 
Mir persönlich wurde unterstellt, als "Vereinsfunktionär" nur meinen 
Verein retten zu wollen. Das ist beleidigend.
Nochmals zu dem Wort "schnurz": 
Schnurz ist die Stadtentwicklung 
eher denen, die nicht zur Diskussion 
gesprochen haben.

Dr. Dieter Schäfer, Wittenberg



Die veröffentlichten Lesermeinungen 
müssen nicht mit der Meinung der 
Redaktion übereinstimmen.
Die Redaktion behält sich das
Kürzen von Leserbriefen vor.
 
Hier sind wir:
MZ Lokalredaktion
Markt 20
o6886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: 03491/458810

 
 
 

 

Dieser Leserbrief ist heute so aktuell wie 2006. Sie können die Seite als PDF herunterladen, indem Sie hier klicken: MZ-Leserbrief 2006

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siehe auch: ktc   , Kulturbund Sachsen/Anhalt   ,  hydrolab    ,  igelratgeber   ,  chemikalien-service    ,  Eilenstedt am Huy      ,
meidet Hochvolthalogenlampen!
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