| Hochvolt-Halogenlampen nützen nur dem Hersteller! |
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2008
| Seit ca. 4 Jahren gibt es sogenannte Hochvolthalogenlampen (230 V), die als günstige Alternative zu Niedervoltlampen (12 V) angepriesen werden. Eine eigene Untersuchug fiel für die Hochvoltlampen verheerend aus. Diese Lampe ist keine Innovation! |
Nachteile
von Halogenhochvoltlampen
Die
Ergebnisse veranlassten mich, die Fakten meiner Untersuchung der "Stiftung
Warentest" anzuvertrauen,
um die Verbraucher
aufzuklären.
1. Brief vom 06. Juni 2007 und folgender Schriftverkehr
| Dr.-Ing. Dieter Schäfer
Philipp-Müller-Str. 17 06886 Lutherstadt Wittenberg Tel /Fax: 03491-660638 E-Mail: schaeferwittenberg@t-online.de Wittenberg, den 06.06.2007
Stiftung Warentest. Lützowplatz 11-13
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte das Interesse Ihrer Zeitung, deren abonnierter Leser
ich seit etwa 15 Jahren bin, auf ein Thema lenken, das mich seit einigen
Monaten beschäftigt.
1.Einleitung
Ihre Vorteile gegenüber der normalen 220 V Glühbirne sind:
Ihre Nachteile sind:
Da meines Erachtens die ökonomischen Vorteile die technischen Nachteile überwiegen, betreibe ich in meinem Haushalt und in meinem Verein Niedervoltlampen, wo es sinnvoll ist. Die übrige Beleuchtung wird mit Energiesparlampen oder Neonröhren realisiert. 2. Aktuelles Problem
Über diesen Unterschied informiert das Verkaufspersonal meist nicht
ungefragt. Der Käufer lässt
3. Untersuchung
Bild 1. 20 Watt Hochvoltlampe (links) und 20 Watt Niedervoltlampe (rechts) Die Hochvoltlampe ist mit 77 mm Länge und 50g Gewicht deutlich größer und schwerer als die Niedervoltlampe, die bei 50 mm Länge nur 34 g auf die Waage bringt.
4. Theoretische Überlegungen Die Glühlampe besteht hauptsächlich aus der Lampenfassung
mit Stromzuführung und Stützdrähten, dem Glühfaden
aus Wolfram und einem Glaskolben, der mit Schutzgas gefüllt ist.
Die elektrische Leistung ergibt sich aus:
Die Gleichungen (1) und (2) genügen, um die Unbekannten d (Drahtlänge) und l ( Drahtdurchmesser) zu bestimmen, die Drahtlänge Der Drahtdurchmesser
Die Ergebnisse stimmen annähernd mit der Untersuchung unter Punkt 3. überein. 5. Diskussion der Ergebnisse
Zur Kolbenschwärzung: Die Schwärzung des Glaskolbens gewöhnlicher Glühlampen ist eine Folge der Wolframsublimation. Bei gewöhnlichen Glühlampen bekämpft man den Effekt durch große Lampenkolben, wodurch sich das Wolfram auf eine größere Fläche verteilt. Eine Füllung mit Edelgasen behindert den Metalldampftransport ebenfalls erfolgreich, jedoch sind die wegen ihres hohen Atomgewichtes besonders wirksamen Gase Xenon und Krypton besonders teuer. Der Zusatz von Jod oder Brom verhindert zwar durch den Halogenid-Kreislaufprozess die Schwärzung des Lampenkolbens, erfordert aber eine höhere Wandtemperatur, was wiederum nur mit kleinen Lampenkolben aus Quarzglas zu realisieren ist . Quarzglas ist wiederum durchlässig für UV-Licht und erfordert gegebenenfalls UV-Filter. Zur Lichtausbeute:
Zur Lampenqualität:
6. Schlussfolgerungen
Mit freundlichen Grüßen
Dr.-Ing. Dieter Schäfer
|
Eine freundliche Antwort kam prompt, allerdings ohne Zusage eines Testes. Das sei ein wohlbegründetes Stftungsprinzip.
Ich wartete hoffnungsvoll auf die Untersuchung der Halogenlampen durch die Stiftung Warentest.
10 Monate vergingen, 10 Hefte "Warentest" erschienen, aber keine Untersuchung von Halogenlampen,
nicht einmal ein Hinweis auf das Problem.
Inzwischen wurden nach meinem Eindruck immer mehr Halogenhhochvoltlampen in den Märkten verkauft.
Am 13. März 2008 mailte ich eine Mahnung an die Redaktion. Ich wies vorsichtig auf eine mögliche Veröffentlichung im Internet hin.
| From: Dr. Dieter Schäfer
, Wittenberg
Sent: Thursday, March 13, 2008 12:42 PM To: Schick, Peter Subject: Halogen-Glühlampen Dr.-Ing. Dieter Schäfer
Stiftung Warentest. Lützowplatz
11-13
Betr.: Halogen-Glühlampen Sehr geehrter Herr Dr-Ing. Schick Am 06.06.2007 habe ich
Ihnen einen Aufsatz zum Thema Halogen-Glühlampen geschickt, verbunden
mit der Bitte,
Ihrer Antwort entgegensehend
verbleibe ich
Dr.-Ing. Dieter Schäfer |
Jetzt waren 17 Monate vergangen !! Die Werbung für Hochvolthalogenlampen lief ungehemmt weiter. Im Internet finden sich zwar Hinweise auf die Explosionsneigung dieser Lampen, aber kaum konkrete Vergleiche von Niedervolt- und Hochvoltlampen.
Um keine Zeit mehr zu verlieren, stellte ich diese Seite am 15. November 2008 ins Internet.
am 20.12.2008 Endlich eine Reaktion ! |
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warentest2009
2. Die Firma OSRAM im Internet
Auf Seite 17 erfährt man, dass Hochvolthalogenlampen zum Lebensdauerende gern explodieren, was m.E. bei der hohen Spannung im kleinem Volumen kein Wunder ist. OSRAM hat sogar schon ein Patent dagegen:
Siehe auch http://www.elektronikinfo.de/strom/thermischelampen.htm#Halogenlampen
Unter den 40 Seiten mit
farbigen Beschreibungen der Vorteile von Halogenlampen gibt es
auf Seite 25 einen deutlichen Hinweis auf die Überlegenheit der Niedervoltlampen:
| "Der Niedervolteffekt.
Mit Niedervolt-Halogenlampen bezeichnet man Lampen, die bei einer Spannung von 12 V betrieben werden. Aufgrund physikalischer Gesetze ist der Wendeldraht einer Niedervolt lampe fünfmal so dick wie der Wendel draht einer Hochvoltlampe gleicher Leistung. Ferner beträgt die Länge des Wendeldrahts einer Niedervoltwendel nur rund 1/5 der Länge einer vergleichbaren Hochvoltwendel. Daraus ergibt sich die deutlich höhere thermische Belastbarkeit der Niedervoltwendel. Dies führt zu einer höheren Lichtausbeute und zu einer deutlich längeren Lebens dauer als bei Hochvoltlampen." |
Ebenfalls auf Seite 25 erfärt man nebenher, dass die IRC-Technik nur bei Niedervoltlampen (12 V) eingesetzt wird.
| Das ENERGY SAVER Prinzip.
OSRAM ENERGY SAVER Lampen erreichen eine Energieersparnis von bis zu
30 %. Dies wird durch zwei unterschiedliche technische Prinzipien erreicht:
|
Die Verwendung von Edelgas
ist selbstverständlich. Allerdings enthalten die Hochvoltlampen wegen
des größeren Kolbenvolumens auch eine größere Menge
des teueren Gases. Das kann über den Ersatz des Xenons durch billigeres
Argon kompensiert werden, was sich wiederum negativ auf die Lebensdauer
auswirkt.
Auch der Gasdruck wird vermutlich
geringer sein, was die Verdampfungsrate der Wolframwendel gegenüber
der Niedervoltlampe erhöht und damit die Lebensdauer verkürzt.
3. Besser informiert die Firma Philips im Internet.
In einer Online-Schulung, Stand 10/2005, für Fachverkäufer unterhttp://www2.philips.de/licht/onlineacademy/downloads.htm gibt esRegeln für Halogenlampen , die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Dort heißt es unter anderem:
Beispiele
Der Lichtprofi setzt möglichst auf Niedervolt-Halogenlampen. Diese sparen Energie-und Wartungskosten. Hochvolt-Halogenlampen sollten nur eingesetzt werden, wenn aus Designgründen ein Trafo unbedingt entfallen muss. Trafos einzusparen rechnet sich nicht! Erklärung Für die Lampenleistung gilt P = U x I , U = R x I , P = U2/R Wird die Spannung (U)auf ein zwanzigstel abgesenkt (230V ;12 V), so muss für die gleiche Lampenleistung (P)der Strom (I)um den Faktor 20 vergrößert und der Wendelwiderstand (R)um den Faktor 400 (=20x20) verkleinert werden. Dies bedeutet, dass die Wendel von Niedervoltlampen viel dicker und kürzer ausgelegt werden kann, was ihre Lebensdauer deutlich erhöht. Ein Teil dieser Lebensdauerverlängerung kann aber auch in die Effizienz der Lampe investiert werden, indem die Wendel heißer betrieben wird und folglich mehr Licht liefert. |
4.
Folgerungen
Diese Lampenart gehört in die Spezialgeschäfte, wo ausgebildetes Personal die wenigen speziellen Einsatzfälle kennt.
Aus
den Baumärkten und anderen Massenmärkten sind Hochvolthalogenlampen
zu verbannen!
Links zum Glühlampenkartell:http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%B6buskartell
www.v-22.de/content/view/68/34/
www.zeit.de/stimmts/1999/199933_stimmts_gluehbir
Helmut Höge auf taz.de: Hier spricht der Aushilfshausmeister! über geplanten Verschleiß bei Glühlampen
http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2006/12/11/
| Dr.-Ing. Dieter Schäfer
Philipp-Müller-Str. 17 06886 Lutherstadt Wittenberg Tel./Fax 03491 660638 |